Beowulf
Beowulf ist ein episches Heldengedicht in angelsächsischen Stabreimen. Die Erzählung folgt dem Schicksal des jungen Helden Beowulf vom Volk „Geatas“. Die Identität der „Geatas“ ist nicht sicher geklärt; es könnte sich um die Gauten, Goten oder auch Jüten handeln. In der Forschung ist aber die Deutung als Gauten als die wahrscheinlichste anerkannt. Er fährt mit 14 Gefährten nach Dänemark, um Hrothgar, dem König der Dänen, beizustehen. Dieser wird von Grendel, einem menschenverschlingenden Ungeheuer (eventuell in der Tradition nordischer Trolle), heimgesucht. In zwei Kämpfen besiegt Beowulf zuerst Grendel und danach dessen nach Rache strebende Mutter. Hrothgar zeichnet Beowulf durch die Gabe reicher Gastgeschenke aus. Der zweite Teil des Gedichts spielt viele Jahre später. Der zum König der „Geatas“ und Erbe des dänischen Reiches aufgestiegene Beowulf sieht sich einem feuerspeienden Drachen gegenüber, der seine Lande verwüstet. Wie im ersten Teil versammelt er eine Schar von Gefolgsleuten und zieht der Gefahr entgegen. Diesmal muss er jedoch seinen Einsatz mit dem Leben bezahlen; von den Gefährten steht ihm nur einer im entscheidenden Moment bei.
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